Ossip Zadkine - Der Poet

Albertplein, Het Zoute

Über das Bild:

Zadkine - De poëet

Vom bronzen Bild ‚Der Poet' (oder der Dichter) wurden fünf Exemplare gegossen, unter anderem auch für New York. Das Bild drückt auf sensible Weise  “den Sänger der Freiheit” aus.

Die Gemeinde Knokke-Heist erwarb das Bild zur Gelegenheit der Zadkine-Ausstellung vom Jahre 1963 im Casino. Es wurde am 4. September 1965 in Anwesenheit des Bildhauers eingeweiht. Der Dichter hält die Leier von Orpheus gegen die Brust; es ist ein “unbeendetes” Bild, eine ausgerissene Pflanze voller Strophen.

Im Bild wird das Liberté von Paul Eluard verarbeitet.

Erworben: 1963

Über den Künstler:

Zadkine, geboren in Smolensk, studierte sehr jung Zeichnen und Holzgrafik in England. Ab Herbst 1908 besuchte er die  Arts and Crafts School in London. Im Oktober 1909 ging er in Paris wohnen, wo er in Kreise von Leger, Archipenko und Marc Chagall verblieb und befreundet wurde mit Modigliani. Anfang 1915 meldete er sich freiwillig bei der französischen Armee als Soldat-Krankenträger. Ende 1917 wurde er verletzt bei einem Gasangriff.

1920 heiratete Zadkine mit der Künstlerin Valentine Prax. Ab diese Jahren ließ er sich inspirieren durch das Kubismus, mehr konkret im Fragmentieren der Körper und mit einem fast musikalischen Rhythmus, blieb jedoch fundamental expressionistisch arbeiten. Allmählich verließ er nach 1926 diese kubistische Linie um einen eigenen Stil zu entwickeln der stark inspiriert wurde von der primitiven Kunst. Zwischen den zwei Weltkriegen nahm Zadkine teil an zahlreiche Ausstellungen im Innen- und im Ausland.

Er ging mit seinen größeren bronzen Werke nach einem offeneren Stil, immer zwischen abstrakt und klassisch, Materie und Gefühl. Nach seinem Aufenthalt in Amerika im 2. Weltkrieg exposierte er seine dort gemachte Werke in Paris und Rotterdam; danach bekam er den Auftrag für sein berühmtes Werk 'Die vernichtete Stadt'. Er öffnete in Paris The Ossip Zadkine Studio of Modern Sculpture and Drawing an der Rue Notre-Dame-des-Champs, vor allem orientiert auf amerikanische Studenten. In 1950 bekam der den Preis für Bildhauwerk auf die Biennale von Venedig, und wurde allmählich berühmt, und überladen mit Aufträge.

Zadkine starb in Paris. Dort wurde 1980 das Zadkinemuseum eröffnet mit Werke die er der Stadt nachließ.

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1956
1965

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