Jean-François Fourtou - Beach Castle 2018

Maurice Lippensplein, Knokke

Über das Bild:

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Mit dem Turm von Jean-François Fourtou, der aus Strandkabinen errichtet wurde, werden Sie am Ortseingang von Knokke-Heist begrüßt.

Diese Formation wirkt allerdings nicht so, als sei sie genau geplant worden. Es scheint eher, als wären die Strandkabinen bei einem großen Sturm durch die Luft geschleudert und umher gestreut worden, woraufhin sie zufällig aneinandergerieten und so zurückblieben. Fourtou ist bereits seit Jahren von der Architektur fasziniert. In früheren Werken verwendete er Häuser und Einrichtungsgegenstände, die ihn an seine Kinderzeit erinnerten. Diese baute er auf der Grundlage surrealistischer Abmessungen exakt nach und drehte sie um. Es ist nicht überraschend, dass Fourtous’s Strandkabinen mit ihrem typischen Design und ihrer Geschichte eine gewisse Aufmerksamkeit erregen.

Die Kabinen sind genauso alt wie der belgische Tourismus selbst und wurden zu Beginn hauptsächlich von den Damen als Umkleidemöglichkeit genutzt. Heute sind die Abmessungen und Formen in allen Badeorten unterschiedlich reglementiert. Die meisten Kabinen, die an der belgischen Küste zu finden sind, sind in der Bildhauerkunst von Fourtou verarbeitet. Dieses Kunstwerk steht an einer prominenten Stelle dieses Badeorts, wodurch es das Format eines Sinnbilds oder Wahrzeichens der Küstengemeinde erhält.

Da Sinnbilder seit jeher die Menschen einer Gemeinschaft vertreten, kann die Struktur als ein Monument der Strandkultur betrachtet werden, also ein Symbol der Einheit dieser Strandkultur, das die gesamte Kunst vertritt.

Über den Künstler:

Jean-François Fourtou zeigte seine Exponate bereits in der Galerie Mitterrand in Paris, Frankreich (2015), MAMO in Marseille, Frankreich (2014) und der Galerie aeroplastics in Brüssel (2011) in Form von Soloausstellungen.

Er beteiligte sich unter anderem an den Gruppenausstellungen Le beau, la belle et la bête, Château du Rivau, Lémeré, Frankreich (2018), OÖ Kulturquartier, Linz, Österreich (2017), Constructeurs d'absurde, bricoleurs d'utopie, CAC Meymac, Frankreich (2015), Fantastic, Lille 3000, Lille, Frankreich (2012) und Un monde sans mesure, Musée Fesch, Ajaccio, Frankreich (2011).

Frankreich
1964

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